AfD-Politikerin will Berliner Techno-Club Berghain schließen!

AfD-Politikerin: Berghain braucht neuen Betreiber, strengere Vorschriften

Der Bezirksverordnetenversammlung in Friedrichshain-Kreuzberg liegt ein Antrag der AfD auf den Entzug der “gewerberechtlichten Erlaubnis” vor. Das heißt: Ein neuer Betreiber soll her und den Club nur unter neuen, strengeren Auflagen weiterführen dürfen.

Dem Antrag zufolge dürfe der Club unter Anderem nurnoch von 22 bis 6 Uhr geöffnet sein, um einen “drogenfreien Besuch unter Berücksichtigung eines natürliche Biorhythmus zu ermöglichen.” Außerdem sollen sexuelle Handllungen künftig verhindert und unterbunden werden. “Darkrooms” solle es nicht mehr geben.

Maximilian Schirmer, Bezirkspolitiker der Linken, veröffentlichte via Twitter am Mittwochabend das vorliegende Schreiben der AfD-Politikerin Sibylle Schmidt:

Berghain wird bedroht

“Unintelligente, unansehnliche Wichtigtuer“

Teile des Antrags lesen sich wie ein Rachebrief einer Person, die nicht in den legendären Club gelassen wurde. Schließlich ist das Berghain weltweilt für seine “strenge Tür” bekannt. Dadurch ranken sich etliche Gerüchte um die Kriterien, die man erfüllen muss, um vom Türsteher-Team rund um Sven Marquardt Einlass gewährt zu bekommen.

Geht es nach Sibylle Schmidt, der Antragsstellerin, verschwindet diese Barriere. Ihre Begründung in punkto Kundensorgfalt und Sicherheit:

Dies ist im Berghain durchaus möglich, wenn Zahlungswillige nicht durch unintelligente, unansehnliche Wichtigtuer selektiert würden.

Allerdings war die Politikerin laut eigenen Aussagen schon mehrmals in dem Club, der Platz 11 des DJ Mag Club Votings belegt. Fest steht: Nochmal wird ihr das nicht gelingen.

Es ist eher unwarscheinlich, dass das die Besucher oder die Betreiber des Berghains traurig macht. Laut einer Untersuchung von Vice kommt es nur für 2,9% der Berghain-Besucher in Frage die AfD zu wählen. 

Inzwischen hat übrigens der AfD-Landesverband Schmidt dazu bewegt den Antrag wieder zurück zu ziehen.