David Guetta: So ist sein neues Album “7” entstanden!

David Guetta, die lebende Legende

Kaum jemand hat die elektronische Szene so geprägt wie der französische DJ und Produzent. Ohne Monsieur Guetta wäre EDM sicherlich nicht das Genre, wie wir es heute kennen. Pünktlich zum Release des neuen Albums, haben wir uns die Tracklist mit all ihren Beteiligten näher angesehen: Album der Woche: Das ist “7” von David Guetta.

Nun hat Guetta in einem kürzlich auf YouTube erschienenen Video noch mehr Informationen über das Album und seinen Werdegang preisgegeben. So benennt der Macher die verschiedenen Phasen, die er als Künstler selbst durchlebt hat. In der ersten Phase sei er noch sehr euphorisch gewesen. Passion, Liebe und reine positive Energie hätten diese Zeit dominiert. In der darauffolgenden Phase, in der er beim Erfolg angelangt war, sei er häufig von Angst gefesselt und umtrieben worden.

Als Profi sei man stetig gefordert zu liefern, was einen enormen Druck machen könne. Guetta sieht sich mittlerweile in der dritten Phase in der ihm das alles eigentlich gar nicht mehr so wichtig sei. Manche Songs kommen gut an, manche nicht – die Hauptsache sei es, so viel Musik wie möglich zu verbreiten.

Obwohl er gerne mit großen Stars zusammenarbeitet, finde er es auch wichtig unbekannteren Künstlern eine Plattform zu geben. Daher halte er Zusammenarbeiten mit Anne-Marie für genauso wichtig wie ein Feature von Faouiza, so der Franzose. In dem Video bezeichnet er Sia als seine Lieblingskünstlerin. Besonders ihre einzigartige Stimme und ihre Emotionen würden ihn immer wieder bewegen, so Guetta.

“Martin Garrix ist wie mein kleiner Bruder”

Die Songs des Albums haben alle eine ganz eigene Geschichte. So hatte beispielsweise “Like I Do” den Charakter nur ein Track für die DJs zu sein. Umso überraschender war es für alle Beteiligten als die Scheibe auch im Radio mehr als gut ankam.

Über mehrere Jahre lag ein Song mit Jess Glynn und Stefflon Don in der Schublade. Hier habe es Probleme mit dem Sample von Rocklegende Little Richard gegeben, der Guetta verweigerte, dieses zu benutzen. Letztlich scheint er sich aber doch daran gewöhnt zu haben seine Stimme in einem ganz anderen Gewand zu hören und gab seine Zustimmung.

David Guetta

Back to the roots

Guetta sei es auch wichtig gewesen, dass sein Techno-Alias Jack Back mit auf der Platte ist. Er selbst sei großer Fan der Musik und wolle mit dem anderen Namen die Leute nicht verwirren, die Hits wie “Titanium”, “When Love Takes Over” oder “I Gotta Feeling” erwarten würden. Er trenne hier ganz klar zwischen den Musikstilen, damit die Fans wissen mit welcher Art von Musik sie beschallt werden.

Für ihn persönlich sei “7” auch eine Art Reise in die Zeit als alles begann gewesen. Seit 1988 sei er Teil der elektronischen Musikszene und hat immer neue Dinge versucht, solange es sich für ihn gut angefühlt habe. Guetta gilt als einer der Vorreiter, wenn es darum geht vermeintlich fremde Genres miteinander zu vermischen – mit großen Erfolg wie wir spätestens an der großen Vielfalt des neuen Albums sehen.

Fotocredits: rukes.com, rudgr.com