In Gedenken an Avicii: Windskulptur in Stockholm eingeweiht

So sieht die Windskulptur für Avicii aus

2018 verstarb Avicii im Oman – diese Nachricht erschütterte die EDM-Welt zutiefst. Um dem Musiker alle Ehre zu erweisen, wurde im Februar 2022 die Avicii Experience eröffnet. In dem Museum können Fans in die Welt des Künstlers interaktiv eintauchen und auch Musikzeitgeschichte hautnah erleben.

Jüngst wurde für Avicii auch eine Gedenkstätte mit dem Namen „Standing Waves“ im Humlegården Park in Stockholm errichtet. Die Windskulptur wurde von dem in Östermalm liegenden Bezirksamt in Auftrag gegeben und von den Künstlern Adèle Essle Zeiss und Liva Isakson Lundin in Zusammenarbeit mit Aviciis Eltern designt. Die Künstler sagen dazu, dass die Installation besonders bei windigen Verhältnissen zur Geltung komme. Sie wollen damit darstellen, dass Musik erst durch Luft hörbar wird, wobei der Wind gleichzeitig für die Energie steht, die Tim Bergling mit seinem Schaffen verbreitet hat.

„Wie der Wind kann Musik immateriell erlebt werden und sich durch Wellen in der Luft verbreiten. Das Kunstwerk wird durch die Kraft des Windes in Bewegung gesetzt, um uns daran zu erinnern, wie die Energie von Tim Berglings Musik Menschen zusammenbringt, sie fühlen und tanzen lässt. Der Wind wird auch zum Symbol für die unkontrollierbaren Kräfte, denen jeder Einzelne im Leben begegnet. Die wechselnden Bewegungen der Skulptur machen sichtbar, wie komplex ein Mensch ist.“

Ein Ort, um Trost zu suchen

Die Einweihung der Skulptur fand am 1. September statt und wurde von Reden und Musikstücken begleitet. Zusätzlich soll die Gedenkstätte auf die Wichtigkeit von mentaler Gesundheit aufmerksam machen und all jenen gewidmet sein, die zu früh verstorben sind.

„Es wird ein schöner und harmonischer Ort im Zentrum von Östermalm sein, an dem die Menschen Tim Bergling gedenken und Freude und Inspiration finden können, aber auch Trost suchen und Tim und alle anderen Menschen ehren, die viel zu früh an einer psychischen Erkrankung verstorben sind. Der Ort wird eine Erinnerung daran sein, dass mehr getan werden muss, um psychische Erkrankungen und Selbstverletzungen einzudämmen, und gleichzeitig ein Ort, der die Menschen ermutigt, Kraft in der Musik zu finden.“

Fotocredit: Sean Eriksson