Jahresrückblick: Diese EDM-Songs haben 2022 dominiert

Das sind die meistgespielten EDM-Tracks 2022

2022 war ein großartiges Jahr für EDM-Musik – das kann man auf jeden Fall sagen. Nicht nur, weil endlich wieder auf den Festivals gefeiert werden konnte, sondern auch, weil viele hervorragende Songs rauskamen. Um zu ermitteln, welche davon am besten bei den DJs ankamen und besonders oft gespielt wurden, haben wir uns die Statistiken von 1001tracklists genauer angeschaut (Stand: 27.12.2022). Es handelt sich hierbei um die weltweit führende Datenbank für DJ-Tracklists und bietet sowohl Festival- als auch Club-Sets und Radioshows. Unsere Kollegen haben nicht die Playlists aller gespielten Sets, viele Perfomances liegen aber vor. Ein gewisser Trend lässt sich also herauslesen.

House und Tech House dominieren 2022

2022 waren die Genres House und Tech House einmal mehr auf dem Vormarsch und teilen sich die Top 3 der meistgespielten Tracks unter sich auf. So geht der dritte Platz an „Drugs From Amsterdam“ von Mau P. Der Niederländer veröffentlichte die Tech-House-Nummer erst im August dieses Jahres und wäre sie ein paar Monate früher releast worden, stünde sie wohl noch weiter oben. „Drugs From Amsterdam“ ist übrigens seine Debütsingle, zuvor war Mau P unter dem Namen Maurice West aktiv.

House-Beats auf Platz 2

James Hype gehört zu den erfolgreichsten DJs Großbritanniens und veröffentlichte mit „Ferrari“ einen Mega-Hit. Das Sample des Songs stammt aus P.Diddys „I Need a Girl (Part 2)“ und der Mix aus Hip-Hop-Bezug in Verbindung mit House-Beats und lässigen Vocals macht den Track extrem tanzbar. Kein Wunder also, dass der Song mit den Vocals des britischen Sängers Miggy Dela Rosa hierzulande nicht nur die Clubs, sondern auch die Charts eroberte – und die Sets der bekanntesten DJs der Welt.

Der meistgespielte EDM-Song 2022: Acraze erneut auf der 1

Die Nummer 1 der meistgespielten Tracks des Jahres war 2021 schon ganz oben und kann dieses Jahr den Titel verteidigen. Der Hype von „Do It To It“ von Acraze flachte das ganze Jahr 2022 über nicht ab und auf jedem Festival und in jedem Club gabs den Song weiterhin zu hören. Hinzu kommt, dass die Nummer erst recht spät im Jahr 2021 veröffentlicht und durch Plattformen wie TikTok enorm gehypt wurde. Der Tech-House-Track, der den gleichnamigen R&B-Song von Cherish und Sean Paul aus dem Jahr 2006 sampelt, war der Startschuss für die Karriere von Acraze und wer mittlerweile genug von „Do It To It“ hat, für den gibt es seit diesem Jahr Remixe von Andrew Rayel, Habstrakt, Sub Focus, Subtronics, Tiësto und mehr zu der Nummer.

Die Top 10 der meistgespielten EDM-Songs 2020

Interpret – Titel [kumulativer DJ-Support]

1. ACRAZE ft. Cherish – Do It To It [310]
2. James Hype & Miggy Dela Rosa – Ferrari [262]
3. Mau P – Drugs From Amsterdam [249]
4. Öwnboss & Sevek – Move Your Body [245]
5. FISHER & Shermanology – It’s A Killa [244]
6. Supermode – Tell Me Why (MEDUZA Remix) [240]
7. Dom Dolla ft. Clementine Douglas – Miracle Maker [232]
7. Anyma ft. Meg Myers – Running [232]
9. John Summit – La Danza [224
10. CID & Westend – Let Me Take You [215]

Platz 4 geht an die Bass-House-Nummer „Move Your Body“ von Öwnboss und Sevek, die 2022 ein Muss in jedem Club war. Ein weiterer Tech-House-Song folgt auf Position 5: „It’s A Killa“ von FISHER und Shermanology. Der einzige Remix in den Top 10 der meistgespielten EDM-Songs 2022 kommt von MEDUZA – die Italiener verpassten dem Supermode-Klassiker „Tell Me Why“ einen Melodic-Techno-Anstrich und landen damit auf Platz 6. Melodisch geht’s weiter auf der 7: „Running“ von Anyma ist hier zu finden, gleichauf mit Dom Dollas Tech-Nummer „Miracle Maker“. „La Danza“ von John Summit und „Let Me Take You“ von CID und Westend landen auf Platz 9 und 10.

Unter den Top 100 sind übrigens auch zwei deutsche Künstler zu finden. Kevin de Vries landet mit seiner Nummer „Dance With Me“ auf Position 62 der meistgespielten EDM-Songs 2022 und Mark Bales „Make It Hot“ im DJ KUBA & NEITAN Edit ist auf Platz 81 zu finden.

Das gesamte Ranking gibt es bei 1001tracklists.

Fotocredit: Thomas Jimenez